Yesterday you Said Tomorrow

Design, Architecture, Photography, Video, Art, Interview and more

Month: Juli, 2011

Horst Ademeit „Secret Universe“

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Mit der neuen Reihe „Secret Universe“ eröffnet das Berliner Museum für Gegenwart „Hamburger Bahnhof“ eine eher ungewöhnliche Austellungsreihe: präsentiert werden Künstler und Werke, die im herkömmlichen Kunstbetrieb und -kontext unberücksichtigt bleiben und gesellschaftlich wohl eher als „Outsider“ einzuordnen sind. Den Anfang macht Horst Ademeit, der sich über 20 Jahre lang der Dokumentation von Kälte- und anderen schädlichen Strahlen widmete. Es entstanden mehr als 6000 – zum Großteil beschriftete und numerierte – Polaroids von zentralen Gegenständen wie Stromzähler, Türgucker, Baustellen, Elektrokabel, Ansammlungen von Sperrmüll oder Fahrrädern. Die Sammlung wurde 2008 entdeckt, 2010 starb Horst Ademeit.

Die Austellung ist vom 13. Mai – 25. September 2011 im Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen.

All images courtesy of Galerie Susanne Zander

Renate Müller

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Renate Müller (*1945) studierte drei Jahre an der Fachschule für Spielzeug in Sonneberg (DDR). Angeregt von ihrer Professorin Helene Haeusler entwickelte sie in den 60er Jahren verschiedene Spielzeugtypen für behinderte Kinder, die sie in den kommenden Jahren im elterlichen Spielzeugbetrieb – in Zusammenarbeit mit Medizinern und Therapeuten -zur Serienreife brachte. Heute sind die robusten Nilpferde, Seehunde, Schildkröten, Trommeln und Bären aus dem groben Jutestoff begehrte Sammlerstücke, deren besondere Materialität zu ihrem Markenzeichen geworden ist und zahlreiche Designpreise gewann (u.a. 1976 Goldmedaille auf der Leipziger Mustermesse, 1978 „Gutes Design“). Nachdem Renate Müller 1990 die Rechte an ihren Entwürfen zurückerhielt, produziert sie bis heute per Hand und mit viel Liebe in einer kleinen Werkstatt in Sonneberg.

Wer wissen möchte, wie Renate Müller arbeitet, sollte sich dieses Youtube Video ansehen.

Mehr in der Publikation „Toys + Design“

Alle Photos / rights reserved by form-ost.de

Hannah Höch „Bilderbuch“

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Zufällig fiel mir kürzlich das wundervolle „Bilderbuch“ der Künstlerin Hannah Höch (1889-1978) in die Hände. Das im Jahre 1945 – direkt nach dem zweiten Weltkrieg – entstandene Werk ist nicht nur ein bezauberndes Kinderbuch, sondern auch ein wichtiges Kulturdokument: Höch gilt als maßgebliche Erfinderin der Photomontage und als eine der bedeutensten Collagekünstlerin des Dadaismus. Hannah Höch erfand für ihr „Bilderbuch“ eine ganze eigene Welt, die von märchenhaft anmutenden Pflanzen und Tieren bevölkert wird. Ihre Fabelfiguren tragen Phantasienamen wie Santaschwebe, Borstenflirle, Unzufriedel oder Rennquicke – jede der 19 Collagen zieren kurze Reime, die an die Verse von Joachim Ringelnatz oder Christian Morgenstern erinnern.

Hannah Höchs „Bilderbuch“ ist 2008 erstmals im The Green Box Verlag erschienen und auch als limitierte Version erhältlich. Das Buch wurde in der englischen Edition als eines der schönsten deutschen Bücher 2010 prämiert. Ab Herbst 2011 wird auch eine spanische und portugiesische Version erhältlich sein.

44 Seiten
19 farbige Abbildungen
275 x 225 mm
Pappband
Deutsch
Gestaltung: Anja Lutz & Rahel Schmidiger

Alle Abbildungen / All rights reserved by VG Bild Kunst und The Green Box

Magda Biernat

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Magda Biernat wurde 1978 in Polen geboren. Nach einem Abschluss in Marketing/Management und Photography zog sie 2002 in die USA, wo sie noch heute lebt. Nach einer photojournalistischen Schaffensphase (u.a. arbeitete sie für Magnum), wandte sie sich den Themen Architektur, Interieur und Design zu (u.a. Metropolis Magazin). 2007 verliess sie New York und reiste ein Jahr um die Welt, in dieser Zeit besuchte sie mehr als 17 Länder und brachte mehr als 2000 Photographien mit zurück.

Weitere Photos auf magdabiernat.com

via trendland.net

Vivian Maier

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Vivian Maier (*1926; † 2009) war eine amerikanische Amateur-Strassenfotografin, deren völlig im verborgenen entstandenes Werk erst posthum entdeckt wurde. Ursprünglich arbeitete Maier in den 50er und 60er Jahren als Kindermädchen, alle ihre Fotos entstanden neben dem Beruf in ihrer freien Zeit mit einer zweiäugigen Rolleiflex. Entdeckt wurden die mehr als 100.000 Negative per Zufall – der Heimatforscher John Maloof erwarb sie bei einer Zwangsversteigerung. Maloof war es auch, der die Auswertung und Sichtung übernahm (die bis heute nicht abgeschlossen ist), seitdem wurden Maiers Fotografien in vielen Ländern veröffentlicht und ausgestellt.

Weitere Infos und Photos von Vivian Maier auf vivianmaier.com

All rights reserved / All photos by Vivian Mayer

Michael Wolf „Tokyo Compression“

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Der deutsch-amerikanische Fotograf Michael Wolf (*1954) lebte mehr als 15 Jahre in China und wurde bekannt für seine Großformataufnahmen der Stadtarchitektur von Hong Kong. Mit seiner 2010 enstandenen Serie „Tokyo Impression“ widmete er sich wieder eine Metropole – ging aber dafür in den Untergrund. Wolf dokumentierte das Ubahn System von Japans Hauptstadt zur Rush Hour. Eine bedrückende und zugleich fazinierende Serie.

Weitere Motive dieser Serie auf michaelwolf.com

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