Botschaftsviertel der ehemaligen DDR in Berlin Pankow

Der deutsche Architekt Eckart Schmidt (*1936) entwarf Ende der 60er Jahre die Botschaftsgebäude der ehemaligen DDR im Berliner Stadtteil Pankow. Ingesamt wurden zwischen 1971 und 1973 für das Botschaftsensemble zwischen Esplanade und Ibsenstrasse rund 25 zweistöckige Bauten mit großzügigen Grundstücken realisiert. Genutzt werden die internationalen Ländervertretungen – teilweise bis heute – u.a. von den Ländern Ghana, Eritrea, Kuba und Moldau.

Die funktional-nüchternen Repräsentanzen bestehen aus zwei schmalen Baukörpern (Breite ca. 4,50 m), die über eine sogenannte Fuge miteinander verbunden sind. Durch diesen Mittelteil gelangt man in alle Teile der Gebäude. Die quadratische Grundfläche beträgt 12×12 Meter. Im Laufe des 70er Jahre wurden die sozialistischen Typenbauten stetig weiterentwickelt und vereinfacht – die Grundysteme tragen die Namen „Pankow 1“, „Pankow 2“ und „Pankow 3“. Rund um die Stavanger Strasse findet man ausschliesslich den Bautyp „Pankow 3“.

Seite der Wende 1990 werden die Bauten gemischt genutzt – als Wohn-, Geschäfts-, und auch noch als Botschaftshäuser. 2003 wurden drei der ehemaligen Botschaften am Anfang der Esplanade abgerissen (dort steht nun ein Aldi Markt), die restlichen Häuser sind in unterschiedlichem Zustand und teilweise sogar noch im Original erhalten.

Man findet das ehemalige Botschaftsviertel der DDR auf der Karte hier.

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