Hansaviertel Berlin

Das Berliner Hansaviertel (eigentlich „Südliches Hansaviertel“) ist ein Stadtteil Berlins, gelegen zwischen dem „Großen Tiergarten“ und der Trasse der Stadtbahn zwischen Ost und West-Berlin. Geplant 1953 und realisiert von 1955 bis 1960 im Rahmen der „Internationalen Bauausstellung Interbau“, gilt das Hansaviertel noch heute als Vorzeigeprojekt moderner Architektur und Stadtplanung der 1950er Jahre, auch bekannt unter dem Begriff der Klassischen Moderne bzw Nachkriegsmoderne.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die zerstörten und verbrannten Häuser des Hansaviertels abgerissen und das gesamte Viertel im Rahmen des Berliner Wiederaufbaus neu geplant. Als einziges Gebiet in Westberlin sollte sich der Wiederaufbau an den Vorstellungen der damaligen „klassischen Moderne“ orientieren: realisiert wurde eine aufgelockerte Bebauung mit viel Grünflächen im Gegensatz zur geschlossenen und engen Blockrandbebauung der Vorkriegszeit.

53 Architekten aus 13 Ländern waren schließlich aufgefordert, ihre Ideen für die „Stadt der Moderne“ einzureichen, darunter namhafte Größen, wie Alvar Aalto, Egon Eiermann, Walter Gropius, Arne Jacobsen, Oscar Niemeyer und Max Taut. Am Ende wurden 35 Entwürfe der beteiligten Architekten realisiert. Noch heute ist das Berliner Hansaviertel ein beliebtes Wohngebiet, er scheint so gut wie unmöglich eine Wohnung zu übernehmen, viele der Wohneinheiten sind verkauft und noch in Erstbesitz.

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