Paradiso Magazin

Wenn wir in Urlaub fahren, fragen wir unsere Freunde nach Tipps oder durchsuchen das Internet, klassische Reiseführer benutzen wir schon lange nicht mehr. Umso mehr freuen wir uns über die erste Ausgabe von „Paradiso“ – ein Heft das Geschichten von besonderen Menschen und Orten aus aller Welt erzählt und ab sofort in unserem Reisegepäck nicht mehr fehlen wird.

Die erste Ausgabe widmet sich Italien: im Heft findet sich ein Poträt über das legendäre Hotel Pellicano auf dem Monte Argentario, ein Interview über den besten Cafe und wie man ihn trinkt, ein Interview mit Philosoph und E-Politiker Massimo Cacciari, eine Geschichte über das „beste Restaurant“ Italiens, eine Fotoserie von Andri Pol, das Paradiso-Menü zum Selberkochen und vieles mehr. Eine wundervolle Italienkarte von Golden Cosmos vereint die Orte und Geschichten des Heftes.

Die Initiatoren Andreas Wellnitz und Johanna Lühr beantworteten uns einige Fragen zu „Paradiso“:

„Paradiso“ ist kein klassischer Reiseführer aber auch kein Magazin – was ist die Idee hinter dem Heft?
Wir wollten ein Heft für die Reisetasche und die Wohnzimmercouch machen, eines das man mit Fernweh zu Hause lesen kann oder mit auf Reisen nehmen. Insofern ist es wohl ein Mischform aus beidem: gute Geschichten und Geheimtipps.

Im Editorial beschreibt ihr eine neue Art des Reisens: sich leiten zu lassen von den Tipps der eigenen Freunde und Bekannten – der klassische Reiseführer scheint out. Sind die Geschichten im Heft alle auf diese Art entstanden?
Ja, obwohl wir uns bei Italien auch von eigenen Ideen haben leiten lassen können, da es ein Sehnsuchtsland von uns allen (Andreas, Johanna und Jasmin (Mueller-Stoy die Art Direktorin)) ist und Johanna längere Zeit in Italien gelebt hat. Aber sind auch viele Tipps von Freunden und Fotografen drin und manches ist uns auch auf unser zweimonatigen Tour durch Italien einfach über den Weg gelaufen.

Habt ihr von Anfang an geplant, „Paradiso“ als Printmagazin zu veröffentlichen? Ist eine so ein aufwändig gestaltete Publikation überhaupt privat finanzierbar?
Wir lieben Magazine und der Traum war immer ein eigenes zu machen, auf Papier gedruckt – da sind wir old-school. Die erste Ausgabe ist natürlich erstmal eine Investition für die wir eingige Exemplare verkaufen müssen. Aber dafür wurden die Inhalte von Kollegen und Freunde dankenswerterweise umsonst beigetragen (was sich natürlich auf Dauer ändern muss).

Das Covermotiv stammt von Juergen Teller, wie kam es dazu?
Andreas arbeitet als Fotoredakteur und visueller Berater für verschiedene Publikationen (u.a. ZEITmagazin) und arbeitet daher mit vielen Fotografen zusammen u.a. mit Juergen Teller. Und auch er hatte Spaß an der „Paradiso“-Idee und hat uns seine Fotos gerne zur Veröffentlichung gegeben, zumal die Idee zur Pellicano-Hotel Geschichte in „Paradiso“ auch von ihm stammt.

Ich kenne kein vergleichbares Magazin, hat uns „Paradiso“ gerade noch gefehlt? Wer soll euer Magazin kaufen?
Oh ja wir hoffen, dass uns das gerade noch gefehlt hat! Und kaufen? Soviele wie mögliche. „Paradiso“ ist für alle da. Wir wollen in keine Nische. Wir haben nichts gegen Mainstream.

Der Schwerpunkt der ersten Ausgabe ist „Italien“. Was plant ihr für die neue Ausgabe?
„Paradiso 2“ erscheint Anfang 2013 und die nächste Reise geht nach Frankreich. Bis dahin werden wir ab September in einem Blog jeden Monat zwei Geheimtipps aus aller Welt verraten.

„Paradiso“ kostet 7 Eur und kann u.a. unter paradisomagazin.com bestellt werden.

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