‚Konversion‘ by Isabel Kiesewetter

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Büsche und Sträucher erobern munitionsverseuchten Boden, ein raumschiffartiges Gebäude steht in einer wüstenähnlichen Szenerie – die Umnutzung ehemaliger Militärgelände formt unwirkliche Landschaften in Deutschland. Seit Oktober 2011 besuchte die Berliner Fotografin Isabel Kiesewetter zahlreiche ehemalige militärische Liegenschaften in Ost- und Westdeutschland, um zu dokumentieren, wie die ehemaligen Militärgelände heute genutzt werden.

Fast 20 Jahre nach dem Abzug der Allierten ist die Umnutzung einiger Areale bereits vollständig abgeschlossen, an anderen hat sie noch nicht einmal begonnen und die Natur erobert sich die brachliegenden Flächen zurück. Die Betrachtung der derzeitigen Beschaffenheit und Nutzung dieser Gebiete ermöglicht einen differenzierten Blick auf den langwierigen Konversionsprozess in Deutschland.

„Ich beschäftige mich mit Orten, die aufgrund gesellschaftlicher und politischer Veränderungen einem Wandel unterliegen. Meine Arbeit ist eine Momentaufnahme, die eine differenzierte Sichtweise auf ein komplexes Thema erlaubt und hoffentlich Fragen aufwirft.“ (Isabel Kiesewetter)

Isabel Kiesewetter (*1974) wurde in Lübeck geboren. Sie lebt und arbeitet als freie Fotografin und Gebärdensprachdolmetscherin in Berlin und Brandenburg. Sie studierte bis 2012 an der renommierten Ostkreuzschule für Fotografie bei Prof. Ute Mahler. ‚Konversion‘ ist ihre Abschlußarbeit.

Die Arbeit ‚Konversion‘ ist noch bis zum 17.11.2012 in der Ausstellung ‚Echos‘ in Berlin Kreuzberg zu sehen. Der 6. Jahrgang der Ostkreuzschule für Fotografie zeigt seine Abschlußarbeiten. Alle Informationen unter echos-ausstellung.de

All images © Isabel Kiesewetter