„Haus des Volkes“ in Probstzella

Das ‚Haus des Volkes‘ wurde zwischen 1925 und 1927 als Kulturzentrum und Hotel durch Alfred Arndt und Ernst Gebhardt in Probstzella erbaut, Auftraggeber war der Industrielle Franz Itting. Die gesamte Innenaustattung des größten jemals in Thüringen errichtete Bauhaus-Gebäudes wurde komplett von Bauhaus-Künstlern ausgeführt, dazu gehörten u.a. Textilien, Lampen, Möbel und Beschläge.

Das für die Gegend überdimensionierte Gebäude war ein Haus der Gemeinschaft und beherbergte u.a. eine Gaststätte, einen Tanzsaal, eine Kegelbahn, ein Kino, einen Vereinssaal, eine Bibliothek, eine Turnhalle, eine Sauna und diverse Heilbäder. Nur durch Selbstversorgung (eigener Strom, eigene Wärme, eigene Ernte) konnte das für die gegend überdimensionierte Haus einigermaßen rentabel geführt werden.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von der DDR bis zur Wende als Zollamt benutzt – die kleine Stadt lag direkt im Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze. Seit 1995 stehen das Gebäude-Ensemble und der Hotelpark unter Denkmalschutz. 2003 wurde das Haus von einem Privatinvestor ersteigert, Restaurant und Hotel sind seit einigen Jahren wieder in Betrieb. Auch heute noch befindet sich das „Haus des Volkes“ im Ortskern der 3000 Einwohner Gemeinde Probstzella.

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Weitere Informationen zum ‚Haus des Volkes“ auf probstzella.de

All images © Martin Keutner