Fritz Eisel: Der Mensch bezwingt den Kosmos, 1973

Am ehemaligen Datenverarbeitungszentrum der DDR befindet sich das Mosaikband „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ von Fritz Eisel aus dem Jahre 1973. Das Gebäude wurde zwischen 1969 und 1971 vom Architektenkollektiv Sepp Weber für den VEB Maschinelles Rechnen entworfen und gebaut und beherbergte Großrechner zur Datenverarbeitung.

Das großflächige Mosaik zieht sich über drei Seiten des Hauses. Neben der Darstellung des sowjetischen Kosmonauten Gagarin im Weltraum befindet sich am äußersten Ende des Mosaikbandes ein Zitat von Karl Marx:

„Je weniger Zeit die Gesellschaft bedarf um Weizen, Vieh, etc. zu produzieren, desto mehr Zeit gewinnt sie zu anderer Produktion, materieller oder geistiger. Ökonomie der Zeit – Darein löst sich schließlich alle Ökonomie auf. Ökonomie der Zeit, Sowohl wie planmäßige Verteilung der Arbeitszeit auf die verschiedenen Zweige der Produktion bleibt also erstes ökonomisches Gesetz auf Grundlage der gesellschaftlichen Produktion.“

Zwei Mosaikteile der Westseite (in der Dortustraße) wurden beim Einbau falsch eingesetzt. Der über drei Flächen dargestellte, angeschnitte Planet ist falsch dargestellt. Die beiden äusseren Teile müssten vertauscht und eines davon gedreht werden.

Der Maler Fritz Eisel (* 27. März 1929 in Lauterbach (Hessen); † 19. September 2010 in Langen Brütz) studierte ab 1947 an der „Hochschule für Baukunst und Bildende Künste“ in Weimar. Ab 1957 arbeitete er als freischaffender Künstler in Dresden und Potsdam. Während seiner künstlerischen Laufbahn wurde er unter anderem mit dem Kunstpreis der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (1958), dem Kunstpreis der DDR (1975) und dem Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden (1977) ausgezeichnet.

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